Luftbilder: http://nordhessenvonoben.de
Faszination Gleitschirmfliegen
Links
Über mich
Home
Produkte
Aktuelles
Galerie
Blog
  Passagier Fotoflüge
Faszination
Gleitschirmfliegen
Kontakt
(Urheberrecht: © nordhessenvonoben.de Franz Kröger Alle Rechte vorbehalten.)
Impressum
faszination-gleitschirmfliegen001008.gif
nächste Seite
Lang, schon ist es her,
an einem Sommermorgen lag ich im Gras, den Blick in den strahlend blauen Himmel gerichtet. Die ersten kleinen Kumulus Wolken begannen sich zu bilden, als ich den Schrei eines Bussards hörte. Meine Augen suchten den Himmel ab. Auf einmal sah ich ihn, wie er erst mit kleinen Kreisen, dann in größeren und ruhigen Kreisen höher und höher stieg, bis er meinen Augen entschwand. Ach, wie gerne wäre ich mitgeflogen.......
Als ich 1988 in den Alpen zum ersten mal einen Gleitschirm sah, war es um mich geschehen, schnell wurde der Luftfahrerschein für Gleitsegel erworben.
Wenn ich heute einen Bussard im Aufwind fliegen sehe, so juble ich noch heute wie am ersten Tag.
Wir sind Kameraden der Lüfte geworden!
An einen schönen Sommertag bin ich mit meinem Gleitschirm, der in einem Rucksack verstaut ist, zu Fuß auf dem Weg zur Königszinne in Bodenwerder. Die Sonne sticht ganz schön, und mit ca. 25 kg Gepäck auf dem Rücken ist dieses auch sehr beschwerlich. Aber die Freude auf einen schönen Tag, lässt mich jede Qual vergessen. Oben an gekommen, brauche ich ein paar Minuten, um mich wieder zu erholen. Dabei beobachte ich den Hang und sehe, wie in Minutenabständen die Sträucher und Bäume an zu schwanken fangen. Aha, die Thermik hat schon eingesetzt.
Schnell wird der Gleitschirm ausgelegt, die Leinen sortiert, das Gurtzeug angelegt und schon bin ich startbereit. Als ein thermischer Aufwind meinen Startplatz erreicht, starte ich, leicht hebt mich die Thermik nach oben. Entspannt lege ich mich in mein Gurtzeug zurück und fliege in Achterschleifen den Hang ab. Da.... war da nicht wieder der Schrei, den ich kannte? Ja, es war ein Bussard, und es hörte sich an als, riefe er mir zu: Komm.... komm.... Ich flog zu der Stelle, wo der Bussard seine Kreise drehte. Auf einmal fing mein Variometer an zu piepen, ganz sanft hob es mich höher, ich drehte einen Kreis rechtsherum und das Steigen wird größer.
Jetzt beginnt der stille Weg nach oben.
Man muss es einfach mal erlebt haben, wie die Urgewalt der warmen Luft einen nach oben trägt, manchmal mit 4-5 Meter Steigen pro Sekunde. Schnell übersteige ich die Königszinne und das Relief der umliegenden Berge. Ich komme mir jetzt vor, wie Pegasus ein Sohn der Götter, der die Himmelfahrt schon zu Lebzeiten erleben darf.
Mit jedem Kreis steige ich höher und je höher ich komme, desto weiter wird der Horizont, desto gemächlicher zieht die Landschaft an mir vorbei. Stille stellt sich ein; nur ein leises Pfeifen der Leinen ist zu hören, elementares Glück macht sich breit: Ich hier oben, die Welt da unten, allen Stress und alle Sorgen sind vergessen, hier bin ich jetzt der Mittelpunkt der Welt.
Ich kann jetzt die Welt nach Belieben um mich herum tanzen lassen, hier oben ist sie mein Spielball. Eine scharfe Kurve, die Felder und Wälder fangen im Kreis an zu tanzen, oben über mir das unendliche Blau des Himmels. Ich sehe jetzt die Welt so, wie Gott sie wohl sehen muss.
Wenn am Abend die Thermik zerfällt und das irdische Grün wieder näher kommt, weiß ich: Hier oben war ich nur Gast und die Flügel nur geliehen. Dankbarkeit macht sich breit, dass ich dieses so erleben durfte. Kein Abwind, keine Turbulenzen, die die Himmelfahrt zur Hölle machten. Nach der Landung werde ich oft gefragt: „Wie ist das so... das Gleitschirmfliegen“? Und ich erzähle ihnen dann die Geschichte und den Traum, den ich mit einem Stück Stoff wahr gemacht habe, den ich damals träumte auf der Sommerwiese.
Jetzt gibt es auch ein Video vom Gleitschirmfliegen an der Königszinne.
https://www.youtube.com/watch?v=iAqJTcr7Bfw
faszination-gleitschirmfliegen001001.jpg